Die Lebende im Alleingang

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Jung und streifend durch Welten
- im Schritttempo zu Fuß
aber doch noch die schnellste auf dem Fahrrad.

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Beruhigend:

Jeden Tag innerhalb der Woche, denselben Menschen begegnen.

- Der ausländische Lieferant, stets lächelnd und ein "Guten Morgen" auf den Lippen. 

- Der ignorante Raucher, grundsätzlich mit Stöpseln in den Ohren, grün/blaue Adidas Sneaker und trotz der abweisenden Haltung interessant.

- Der Eisverkäufer.

- Der Kaffeeverkäufer im Zug, in seinen Turnschuhen, einer schwarzen Satinweste und stets dreckiger Schürze. 

Wenn ich sie sehe, muss ich lächeln, zumindest Blicke riskieren, ich merke, ich werde wahrgenommen. Was auch immer diese Menschen denken mögen. 

 

 

27.8.11 00:19


was ziert mir

Was ziert mir schönes den Hals,
es ist kein Spiegel da
sodass meine Hände
meine Fingerkuppen
langsam danach suchen.

Sehnen und Knochen
Hautgebilde
Wunden und Schorf
abgetastet.

Es brennt
- hier und da.

23.8.11 22:59


Damals.

Kaum kann ich die Tage noch erinnern

Der Gedanke an das warme Wollknäuel

Zu meinen Füßen, sich streckend,

mal mauzend.

23.8.11 22:52


Hast du etwas zu trinken? Am Abend, nach dem Mittag. Du weißt es. Wo auch immer. Fußboden, Bett, Schreibtisch. Man trinkt. Es schmeckt. Es ist. Sinnlos.

Der Vater, der nach seinen Flaschen fragt, die Tochter, die sich in den Flaschen wälzt.

Ich tauche ein. Lasst mich gehen, in die Welt. Jemanden finden, dem man gewachsen ist. Ein einziges Mal jemand sein, Wert sein. Ich habe Bier verschüttet. Es riecht nach Kirsche.

23.8.11 22:50


ICH HABE AUF DICH GEWARTET. WO WARST DU SOLANGE?

Die Sätze unserer Stunden, du hast mir keine Antwort gegeben. Ich sehe mich noch immer, die Katze auf meinem Bauch, schnurrend, sie zieht, schleppt mich durch die Nacht unter dieser einzigen Decke. Kältehemmend, drückt sie, streckt sie sich auf mir aus, krallt sich in den Stoff, um Bewegungen auszuschließen.

 Die Nachbarn gehen und kommen immer nachts, das Fenster ist kaputt und man hört sie lachen, Türen knallen, Automotoren aufheulen. Ich hasse euch.

An der Wand lehnend, im Zimmer ohne Bezugspunkte – so oft dagewesen , jedes Mal die Fremde an mich reißend, jedes Mal ein Stück weit heimischer.

 

23.8.11 22:46


Ablehnung.

An sich sollte es nicht allzu schlimm sein.

Niemand, der sich mit diesen massiven Hautproblemen zufrieden geben muss, niemand, dem ich das erklären muss, niemand, niemand. 

Ich möchte nicht mit dir schlafen, ich möchte nur liegen. Den Kopf auf deinem Oberkörper. Sinken. 

Dunkelheit, Stille, nur der Atem. Der zufriedene Atem.

23.8.11 22:36


Drecks-Dauer-Erkältung.

Ich brauche

Adrenalin
& Aufregung.

Stürzen:
Gehirnerschütterung
Geschwollene Augenlider
Zerkratzte Wangen
Aufgeplatzte Lippen
Überdehnte Sehnen
Prellungen
Ausgerenkte Schulter.


Ärger
von Familie & Freunden
Geschrei

Waghalsigkeit

Ein bisschen lebensmüde
aber eigentlich doch nur - lächelnd -
die körperlichen Grenzen erobern.
20.8.11 12:44


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